Komposttonnen sollen noch sauberer werden

Plastiktüten, Gefrierbeutel oder als kompostierbar gekennzeichnete Beutel aus Biokunststoffen dürfen nicht in die Komposttonne gegeben werden. Diese Materialien sind nicht, beziehungsweise nicht vollständig, abbaubar und können im weiteren Kompostierungsprozess nicht verarbeitet werden.

Komposttonnen, die diese und andere Störstoffe enthalten, werden automatisch vom Leerungsfahrzeug erkannt. Das Fahrzeug, welches die Komposttonnen leert, ist mit einem sogenannten Detektionssystem ausgestattet. Dieses registriert, dass Störstoffe in der Tonne enthalten sind und weist durch ein Warnsignal auf die Störstoffe hin. Werden bei der Leerung Komposttonnen registriert, bei denen ein solches Warnsignal auftritt, werden diese mit einem gelben Anhänger versehen. Die Nutzer*innen der Tonnen werden dadurch darauf aufmerksam gemacht, dass Stoffe enthalten sind, die den Kompostierungsprozess stören und gleichzeitig um Abhilfe gebeten.

Eine Leerung dieser Komposttonnen findet zunächst weiterhin statt. Sollte die Komposttonne allerdings weiterhin mit Fremdstoffen befüllt werden, unterbleibt zukünftig die Leerung.

In den vergangenen Jahren hat die Abfallwirtschaft Göttingen regelmäßig darauf hingewiesen, dass die nicht kompostierbaren Stoffe, die sogenannten Störstoffe nichts in der Komposttonne zu suchen haben. Auf die Problematik  wurde durch Anhänger an den Komposttonnen, Flyer und letztens durch die Aktion „Wir für Bio„ immer wieder aufmerksam gemacht. Auch bei der Befüllung der Komposttonne gilt es, einen weiteren Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt zu vermeiden.

Seit 1996 werden im Altkreis Göttingen die kompostierbaren Abfälle getrennt gesammelt und in den Entsorgungsanlagen Dransfeld und Breitenberg zu hochwertigem Kompost verarbeitet. Voraussetzung für die gute Qualität von Dransfelder und Duderstädter Kompost ist allerdings, dass nur kompostierbare, organische Abfälle in der Komposttonne landen. Bei starker Verschmutzung durch Plastik und andere Störstoffe ist eine hochwertige Vermarktung des Kompostes als Düngemittel nicht mehr möglich.

Weitere Auskünfte und Informationen erhalten Sie bei der Abfallberatung des Altkreises Göttingen unter der Rufnummer 0551 525-2473 oder per E-Mail unter abfallberatunggoe@ landkreisgoettingen.de.

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