Sohn des US-Juristen und KZ-Überlebenden Thomas Buergenthal besucht Museum Friedland

Dr. Robert Buergenthal auf Stippvisite in Friedland

Dr. Robert Buergenthal nahm dieser Tage stellvertretend im Namen seines Vaters den Edith-Stein-Preis in Göttingen entgegen und nutze den Aufenthalt für eine Stippvisite in Friedland.

Sein Vater Thomas Buergenthal wurde 1944 im KZ-Auschwitz-Birkenau von seinen Eltern getrennt. Er überlebte Auschwitz und den Todesmarsch 1945 ins KZ Sachsenhausen. Der Vater starb 1945 im KZ Flossenbürg, seine Mutter sah er 1946 in Göttingen wieder. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges besuchte er das Felix-Klein-Gymnasium.

1951 wanderte er mit seiner Mutter in die USA aus und wurde als Jurist zu einem Kämpfer für die grundlegenden Menschenrechte weltweit. Er war als Richter am Internationalen Gerichtshof in Den Haag und am Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte tätig. Er selbst hatte in einem Interview gesagt: „Ich glaube, dass ich als Jurist dazu beitragen kann, zu verhindern, was ich als Kind erlebt habe.“ Der Preis ehrt seinen unermüdlichen und engagierten Kampf um die Würde des Menschen. In einem Grußwort sagte Thomas Buergenthal: „Edith Stein war überzeugt, dass es ohne Versöhnung keinen Frieden geben kann und dass ein Fehlen von Versöhnung zu Hass und Konflikten führt.“

Das Preisgeld von 5000 Euro stiftet Buergenthal der Stadtbibliothek, die seit 2008 nach ihm benannt ist. An seine Familie erinnern Stolpersteine in der Groner Straße und im Papendiek.

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