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Handwerker*innen auf Wanderschaft

Ende August hatte die Gemeindeverwaltung Besuch von einem Zimmermann auf Wanderschaft.

Die Wanderschaft ist eine alte Tradition des Handwerks. Oftmals denkt man dabei zunächst an Zimmerleute in ihrer typischen Kluft. Tatsächlich können jedoch Gesell*innen aus einer Vielzahl verschiedener Handwerksberufen auf Wanderschaft gehen.

Der traditionelle Brauch der Wanderschaft, auch „Walz“ genannt, hat eine lange Geschichte und geht auf das Spätmittelalter zurück. In vielen Zünften war die Wanderschaft Voraussetzung für die Meisterprüfung. Traditionell dauert die Wanderschaft drei Jahre und einen Tag. Sie unterliegt einigen Regeln: So gibt es einen Bannkreis um den Heimatort, Die Gesell*innen tragen eine Kluft und werden durch Unterkunft und Verpflegung entlohnt. In dieser Zeit ziehen die Gesell*innen von Ort zu Ort, arbeiten in unterschiedlichen Betrieben, um berufliche Fähigkeiten durch neue Techniken und Arbeitsweisen zu erweitern und Erfahrungen zu sammeln. Dabei geht es nicht nur um das handwerkliche Können, sondern auch darum, neue Menschen, Regionen und Lebensweisen kennenzulernen. Die Gesell*innen können entweder als Freireisende oder Mitglied eines Schachts, einer Vereinigung von Wandergesellen, unterwegs sein.

Im Gespräch gab der Wandergeselle interessante Einblicke in das Leben auf der Walz und erzählte von seinen bisherigen Erfahrungen. Zudem erhielt er einen Stempel der Gemeinde Friedland in sein Wanderbuch.

Die Gemeinde Friedland wünscht ihm alles Gute für seinen weiteren Weg.

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