POL-GÖ: (411/2023) Verdächtige Personen schleichen nachts über Grundstücke in der Gemeinde Friedland - Polizei sucht weitere Zeugen
Presseportal Polizeiinspektion Göttingen
24.08.2023 – 14:53 Uhr
POL-GÖ: (411/2023) Verdächtige Personen schleichen nachts über Grundstücke in der Gemeinde Friedland - Polizei sucht weitere Zeugen
Göttingen (ots) -
Gemeinde Friedland, Ortsteile Friedland, Ballenhausen und Groß Schneen
Nachtstunden des 23. Und 24. August 2023
FRIEDLAND (lg) - In den vergangenen zwei Nächten (23/24.08.23) haben zum Teil mehrere Unbekannte diverse Grundstücke in der Gemeinde Friedland (Landkreis Göttingen) betreten und augenscheinlich überprüft. Die Hintergründe hierzu sind unklar.
In Friedland wurden die Unbekannten von einer Hausbewohnerin am ganz frühen Morgen im rückwärtigen Bereich des Grundstücks festgestellt. Beim Einschalten der Hausinnenbeleuchtung durch die Bewohnerin, verließen die Unbekannten fluchtartig das Grundstück und fuhren mit einem unbekannten Fahrzeug davon.
In Ballenhausen wiederum wurde in der Folgenacht nur eine unbekannte, männliche Person festgestellt, die in verdächtiger Weise durch ein Carport geschlichen ist und sich ein dort abgestelltes E-Bike näher angeschaut hat. Beim Erblicken einer Überwachungskamera suchte der Unbekannte das Weite.
Im dritten bekannten Fall, im Friedländer Ortsteil Groß Schneen, ist dieselbe männliche Person durch eine Videokamera aufgezeichnet worden, die sich bereits in Ballenhausen verdächtig in einem Carport umgeschaut hat. Auch in Groß Schneen war ein Carport das Ziel des Unbekannten. Der Mann wird beschrieben als korpulent, bekleidet mit einem dunklen Basecap mit augenscheinlich weißem Adidas- Emblem, eine schwarze Sweatshirt Jacke mit Kapuze, schwarze Hose und Turnschuhe.
In keinem bislang bekannt gewordenen Fall ist es zu einem Entwendungsschaden gekommen.
Zeugen, die in den vergangenen Nächten ebenfalls verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten sich bei der Polizei in Friedland unter Telefon 05504-949820 zu melden. Bei der Sichtung von verdächtigen Personen in der Nacht ist es auch möglich den Vorfall über den Polizeinotruf (110) zu melden.
Die Polizei rät zu besonderer Vorsicht:
- Lassen Sie ihre Autoschlüssel nicht in unmittelbarer Nähe zur Haustür liegen und nutzen Sie für Keyless-Go-Schlüssel entsprechende Aufbewahrungsboxen (weitere Tipps: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/119508/5568733)
- Lassen Sie ihre Fahrräder, E-Bikes oder Pedelecs nicht ungesichert auf dem Grundstück oder im Carport stehen (weitere Tipps: https://www.pd-goe.polizei-nds.de/startseite/dienststellen/ polizeiinspektion_gottingen/praventionsthemen/)
- Schließen Sie Haustüren und Fenster ab, lassen Sie insbesondere in den Sommernächten keine Türen oder Fenster zum Lüften offen (weitere Tipps zum Einbruchschutz: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/119508/3467580)
Rückfragen bitte an:
Polizeiinspektion Göttingen
Luisa Gödecke
Otto-Hahn-Straße 2
37077 Göttingen
Telefon: 0551/491-2032
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Gerade in Ortslagen bzw. vor Ortslagen ist daher möglichst schnell zu reagieren, um einen unkontrollierten Abfluss zu vermeiden. Innerhalb der Bebauungen kann ein solches Abflusshindernis, wenn überhaupt, nur mit extrem hohem finanziellem Aufwand beseitigt werden. Ein auch innerorts durchgängiger Randstreifen am Gewässer würde nicht nur die Kosten erheblich senken, sondern auch den Erlebniswert sowie den ökologischen Wert des Gewässers erhöhen – dies bleibt aber wohl nur ein Wunschtraum…
Außerhalb von Ortslagen kann es durchaus auch der Fall sein, dass die Bewertung der gleichen Situation zu dem Ergebnis kommt, den Baum liegen zu lassen. Abfall, der sich häufig an solchen Stellen ansammelt, würde trotzdem entfernt werden.
Der Eingriff in das Gewässer und der Ufer ist dabei stets so gering wie möglich zu halten. Der Einsatz eines Minibaggers schont das Gelände und in der Regel bemüht sich der Verband darum, die Wurzel in der Böschung zu belassen, da diese weiterhin der Böschungssicherung dienen kann, aber auch gleichzeitig ein neuer Lebensraum für Fische und Fischfutter darstellt.
Bei den Arbeiten an und im Gewässer ist ein Personalaufwand von mindestens drei Personen pro Kolonne erforderlich, da sowohl im Bach als auch oben auf der Böschung jeweils eine Person die Arbeiten des Minibaggers unterstützen muss. Der Baum wird geschreddert und der Verwertung zugeführt. So ein Einsatz der verbandseigenen Kolonne kommt in normalen Jahren an ca. 50 Tagen vor und kostet den Verband ca. 2.500,- € pro Arbeitstag. Auch für die dabei ggf. angerichteten „Flurschäden“ auf angrenzenden Grundstücken kommt der Verband auf. Den Kosten steht entgegen, dass Folgeschäden von Infrastrukturanlagen wie Brücken und Straßen abgehalten werden.
Das Beseitigen eines umgestürzten Baumes aus dem Abflussprofil ist eine klassische Aufgabe des Leineverbandes, der 1958 für den Hochwasserschutz gegründet wurde und für die Unterhaltung der Gewässer II. Ordnung zuständig ist. Das Verbandsgebiet erstreckt sich von Besenhausen bis Sarstedt und umfasst insgesamt 93 Gewässer mit einer Länge von 650 km.
Die Pflege der Gewässer bewegt sich stets im Spannungsfeld zwischen Naturschutz, Landwirtschaft, Hochwasserschutz, Gewässerschutz und Freizeitnutzung. Das Ergebnis ist ein Abwägungsprozess aller Interessen und orientiert sich an pragmatischen Lösungsansätzen.
In den über 60 Jahren seines Bestehens hat sich das Leitbild im Hochwasserschutz stark verändert. In den Anfängen ging es um einen Ausbau der Gewässer, der einen schnellen Abfluss gewährleisten sollte. Mittlerweile wird zurückgebaut, Flüsse und Bäche sollen mäandrieren und Retentionsflächen werden angelegt, um dem Wasser wieder mehr Raum zu geben.
Dass der Leineverband trotz mannigfaltiger Berührungspunkte – er ist immerhin für die Unterhaltung der populärsten Gewässer in der Region, wie Leine, Rhume, Garte, verantwortlich - aber nur wenigen Menschen bekannt sein dürfte, mag auch daran liegen, dass er oft im „Verborgenen“ arbeitet.
Wer ist der Leineverband?
Die Mitglieder des Leineverbandes setzen sich aus Kommunen, Landkreisen, Straßenbauverwaltung, Forstverwaltung und einigen Firmen zusammen. Aktuell hat der Verband 76 Mitglieder. Die Geschäftsstelle des Verbandes mit insgesamt 8 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist in Northeim angesiedelt. Drei Bauhöfe mit derzeit insgesamt 15 Arbeitern befinden sich in Gronau, Hevensen und Einbeck.
Die vielfältigen Aufgaben als Ganzes einem Unterhaltungsverband zu übertragen, hat sich im Laufe der vielen Jahre bewährt. So steht die Gesamtbetrachtung eines Gewässers im Vordergrund und Fachleute und spezielle Maschinenteile unterliegen einer wesentlich besseren Auslastung. Keine Gemeinde kann für ihre Bereiche die Arbeiten allein so kostengünstig ausführen.