Kurzmeldungen

Schranken für Amphibienschutz

Es ist wieder so weit! Mit Beginn der Laichzeit ziehen die Amphibien von ihren angestammten Lebensräumen zu den Laichgewässern. Bei ihrer Wanderung müssen die Tiere teilweise Straßen queren und sind dabei durch den Straßenverkehr gefährdet. Viele Amphibien und Lurche werden dabei überfahren. Zum Schutz der Amphibien können alle Verkehrsteilnehmer  mit umsichtiger Fahrweise beitragen.

Zum Schutz der Amphibien werden vom Landkreis Göttingen auch Straßen gesperrt - u.a. die K 26 und K 27 zwischen Klein Schneen, Friedland und Groß Schneen. Gesperrt wird in Nächten mit feuchter, milder Witterung zwischen 19 und 6 Uhr (nach der Umstellung auf Sommerzeit bis 6:30 Uhr). Zu diesem Zweck werden jedes Frühjahr Schranken zwischen Klein Schneen, Friedland und Groß Schneen fest installiert. Der Zeitaufwand für das Schließen und Öffnen der Schranken ist wesentlich geringer als bei Absperrungen mit mobilen Baken - außerdem ist ein Umfahren der Absperrung nicht mehr möglich.

Geschützt werden mit der Maßnahme 2000-3000 Amphibien, die in diesem Bereich jährlich über die Straßen zu den Kiesteichen zwischen Klein Schneen und Groß Schneen wandern - um dort abzulaichen. Es wurden hier sieben verschiedene Amphibienarten nachgewiesen - u.a. Erdkröten, Teich-Frosch und der landesweit gefährdete See-Frosch, außerdem drei verschiedene Molch-Arten.

Das Schließen und Öffnen der Schranken erfolgt durch die Kreisstraßenmeisterei in Groß Schneen in Absprache mit Andrea Gerke aus Klein Schneen, die die Amphibienwanderung in den letzten Jahren hier betreut hat.

Die Umleitung ist ausgeschildert:

  • von Klein Schneen nach Friedland über Elkershausen,
  • von Klein Schneen nach Groß Schneen über Obernjesa.

Es entsteht ein Umweg von z.B. 2 min zwischen Klein Schneen und Friedland. Der Landkreis Göttingen bittet für diese Beeinträchtigung um Verständnis, da nur so ein sehr effektiver Amphibienschutz möglich ist. Die erste Sperrung wird dann erfolgen, wenn es abends feucht und wärmer als 5° C ist. In Nächten mit trockener bzw. zu kalter Witterung wird nicht gesperrt. In den letzten Jahren war in ca. 20 Nächten eine Sperrung erforderlich.

Vermutlich nach vier bis sechs Wochen werden die Schranken abmontiert und für die nächste Saison bereitgehalten. Weitere Auskünfte erteilt die untere Naturschutzbehörde des Landkreises Göttingen (Tel. 0551/525-4699).

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